ML-QuES

Instrument: bilaterales Feedback

Bilaterales Feedback ist eine Reaktion beziehungsweise Rückmeldung von Verhaltensweisen und Eigenschaften anderer Menschen, welche wir an ihnen wahrnehmen. Diese Verhaltensweisen und Eigenschaften halten die Feedbackgeber für das Zusammenarbeiten für bedeutsam. Der bilaterale Charakter ergibt sich aus der Möglichkeit, dass der Lehrling und Ausbilder die Kommunikation aufnehmen können.
(vgl. Kiefer, Bernd-Uwe/ Knebel, Heinz (2004): Taschenbuch Personalbeurteilung. Feedback in Organisationen. 11.überarbeitete Auflage. Hamburg, S.18)

 Ziele:
- Kommunikation und Kooperationsstrukturen im Betrieb stärken
- Feedbacksysteme zu den verschiedenen Aspekten von Ausbildung (z.B. zu Erfolgen und Problemen, Inhalten, Organisation, Betriebsstrukturen, Verhalten und Lernerfolg der Auszubildenden) entwickeln bzw. stärken
- evtl. Einführung von systematischen Feedbacksystemen

Vorgehen:
→    methodische, didaktische und pädagogische Professionalisierung des Personals
→    mündliches/ schriftliches Feedbacksystem für die Lehrlinge und die Gesellen über gewünschte Fortbildung/ Weiterbildung/ Übungsflächen (einmal im Monat)
→    Gespräche über den Leistungsstand, praktische Fertigkeiten, fachliches Wissen, Persönlichkeitsentwicklung mit Geschäftsführern, Ausbildungsverantwortlichen und Auszubildenden (alle 3 Monate); denkbar ist hier die Einführung eines Feedback-Tages für alle Mitarbeiter
→    Gespräch über den Lernstand der Auszubildenden
→    neben den Gesprächen über die Tätigkeiten auf den Baustellen mit den Gesellen sollen in regelmäßigen Abständen Ausbildungsgespräche zwischen dem Ausbildungsverantwortlichen und dem Auszubildenden stattfinden. Es können Lernstand und Lernfortschritt wiedergegeben werden sowie weitere Lernziele vereinbart werden. Probleme oder Defizite sollten von beiden Seiten offen angesprochen werden.

anwendbar durch:
Feedbacktafel, Berichtsheftbesprechung, alltägliches oder Baustellengespräch, bilaterales Feedback, systematische Feedbackgespräche (Rückmeldungen)

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Feedbackregeln:
1.    prüfe ob das Gegenüber zum Feedback bereit ist!
2.    konkretes Verhalten des Feedbackempfängers beschreiben und nicht interpretieren oder werten (sachlich und nicht persönlich)!
3.    vereinbare Offenheit und höre zu!
4.    spreche Positives und Negatives an!
5.    spreche das zu ändernde Verhalten an!
6.    Niemanden zum Feedback zwingen! Die Gesprächsrückmeldung soll vielmehr ein Angebot darstellen.
7.    gebe dem Gegenüber neue Informationen!

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte per Telefon oder Email an die Helmut-Schmidt-Universität.

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