ML-QuES

Ausbildungsqualität lässt sich prinzipiell in die drei Bereiche Input-, Prozess- und Ergebnisqualität gliedern:

Inputqualität äußert sich z. B. in den (betrieblichen) Rahmenbedingungen der Ausbildung, v. a. der räumlichen und sächlichen Ausstattung; den zur Verfügung stehenden Arbeitsmitteln, den Ausbildungsplänen; der Qualifikation der Ausbilder/innen und Auszubildenden sowie der Anzahl der Ausbilder/innen.

Prozessqualität zeigt sich während des Ausbildungsprozesses in wirksamen Faktoren aufseiten der Schule und des Betriebes, z. B. in den vermittelten Inhalte und verwendeten Arbeits-, Lehr- und Lernmethoden sowie in der Motivation der Ausbilder und Auszubildenden. Ergebnisqualität unterteilt sich wiederum in:

Outputqualität: Ergebnis der Ausbildung, v. a. das Bestehen der Abschlussprüfung, die Prüfungsnoten und die Zertifizierung (Gesellenbrief)

Transferqualität: Maß, in dem das in der Ausbildung Gelernte in der Praxis angewendet werden kann bzw. das Umsetzen der theoretisch gelernten Inhalte in der Praxis

Outcomequalität: nachhaltige Verwertbarkeit des Ausbildungsabschlusses auf dem Arbeitsmarkt und für die Auszubildenden (bzw. Gesellen) selbst, d. h. die zukünftige Verwertbarkeit des Abschlusses hinsichtlich der beruflichen Leistungen und des Praxiserfolges. Die durchgeführte Bestandsaufnahme in den Betrieben hat ergeben, dass die Sicht der Betriebe bezüglich der Qualität stark auf die Input- und Outcomequalität gerichtet ist: es gibt ein stark ausgeprägtes Verständnis darüber, welche Kompetenzen ein guter Geselle/ eine gute Gesellin besitzen muss bzw. welche Kompetenzen Bewerber/innen um einen Ausbildungsplatz (noch) nicht besitzen. Die Prozessqualität der Ausbildung wird hingegen weniger thematisiert. Prozessqualität stellt aber das verbindende Element zwischen Input- und Output-, Transfer- bzw. Outcomequalität dar. Deshalb liegt der Entwicklungsschwerpunkt im ML-QuES-Projekt im Bereich der Ausbildungsprozessqualität.

Das übergeordnete Ziel besteht in der Entwicklung eines gemeinsamen Qualitätsverständnisses, über das sich die Projektpartner in einem Qualitätszirkel austauschen.

 

Abb.: Qualitätsaspekte im Modellversuch ML-QuES

 

Weitere Informationen finden Sie in der BMBF-Broschüre.

 

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